Seenotsender: EPIRB, PLB oder AIS-MOB?
Drei Geräte, drei Aufgaben: Die EPIRB gehört zum Schiff, die PLB zur Person, der AIS-MOB-Sender an die Rettungsweste für den Fall „Mann über Bord“. Hier siehst du, wen welches Gerät im Notfall alarmiert, was es kostet und welche Kombination für deine Yacht passt.
Als offizieller Ocean-Signal-Händler programmieren wir deine EPIRB, PLB oder deinen MOB-Sender auch gleich auf dein Schiff. Bei Geräten aus unserem Shop ist das dabei.
Der Unterschied auf einen Blick
| EPIRB | PLB | AIS-MOB | |
|---|---|---|---|
| gehört zu | dem Schiff | der Person | der Person, in der Automatikweste |
| alarmiert | die Rettungsleitstelle, weltweit über Satellit (406 MHz, Cospas-Sarsat) | die Rettungsleitstelle, weltweit über Satellit (406 MHz, Cospas-Sarsat) | das eigene Schiff und Schiffe in der Nähe: Position am AIS-Plotter, DSC-Alarm am Funkgerät |
| hilft beim Finden | Peilsignal 121,5 MHz, Blitzlicht; EPIRB3 auch AIS | Peilsignal 121,5 MHz, Blitzlicht; PLB3 auch AIS | AIS-Position, Blitzlicht |
| auslösen | von Hand oder bei Wasserkontakt; die PRO-Ausführung schwimmt beim Sinken selbst auf | von Hand | von selbst, wenn sich die Weste aufbläst |
| sendet | mindestens 48 Stunden | mindestens 24 Stunden | über 12 Stunden |
| registriert auf | das Schiff (MMSI, Rufzeichen, Flagge) | die Person | keine eigene Registrierung, MMSI des Schiffs für den DSC-Alarm |
| laufende Kosten | keine | keine | keine |
| Ocean Signal bei uns | EPIRB1 588 € EPIRB3 882 € EPIRB1 PRO 882 € EPIRB3 PRO 1.142 € | PLB1 369 € PLB3 613 € | MOB2 403 € |
Programmierung bei Kauf in unserem Shop inklusive. Laufzeiten und Batterie laut Ocean Signal.
Die drei Geräte kurz erklärt
EPIRB: der Notsender des Schiffs
Die EPIRB (Emergency Position Indicating Radio Beacon) sendet im Notfall die Position und die Kennung deines Schiffs über das Satellitensystem Cospas-Sarsat an die Rettungsleitstelle. Das System ist staatlich, es gibt kein Abo.
EPIRB1 und EPIRB3 hängen in einer Wandhalterung und lösen von Hand oder bei Wasserkontakt aus. Die PRO-Ausführungen sitzen in einem Gehäuse mit Wasserdruckauslöser: Sinkt das Schiff, schwimmt die EPIRB auf und sendet von selbst. Die EPIRB3 sendet zusätzlich über AIS und zeigt mit RLS (Return Link Service) an, dass der Alarm angekommen ist.
EPIRB1 · EPIRB3 · EPIRB1 PRO · EPIRB3 PRO
PLB: der Notsender für dich
Die PLB (Personal Locator Beacon) funktioniert wie eine kleine EPIRB, gehört aber dir und nicht dem Schiff. Du trägst sie an der Rettungsweste oder am Gürtel und löst sie von Hand aus. Weil sie auf dich registriert ist, nimmst du sie auf jedes Boot mit, auch auf die Charteryacht.
Die PLB1 ist die einfache Ausführung (116 g, 7 Jahre Batterie). Die PLB3 sendet zusätzlich über AIS und hat RLS und NFC: Den Selbsttest machst du mit der Handy-App.
AIS-MOB: wenn jemand über Bord geht
Der MOB-Sender sitzt in der Automatikweste und schaltet sich ein, sobald sie sich aufbläst. Er alarmiert das eigene Schiff: Die Position erscheint auf jedem AIS-Plotter in UKW-Reichweite, und über DSC schlägt das Funkgerät an Bord Alarm.
Die Rettungsleitstelle erreicht er nicht über Satellit. Dafür weiß die Crew in Sekunden Bescheid, und die beste Rettung ist die eigene Crew. Der rescueME MOB2 gehört zur neuen Klasse „Class M“ (AIS und DSC). Die MMSI für den DSC-Alarm stellst du per Handy-App um, zum Beispiel vor jedem Chartertörn.
Zeigt dein Plotter keinen lauten AIS-Alarm?
Die Ocean Signal AIS Alarm Box (260 €) schlägt bei jedem AIS-MOB- oder AIS-SART-Signal hörbar an. Sie wird an den AIS-Empfänger oder das NMEA-0183-Netz an Bord angeschlossen.
Welche Kombination passt?
Eigene Yacht auf See
EPIRB fürs Schiff, dazu für jeden an Deck einen MOB-Sender an der Weste.
Charter
PLB, und bei Bedarf ein MOB2, dessen MMSI du auf die Charteryacht umstellst. Die EPIRB des Charterschiffs ist auf dessen Eigner registriert, nicht auf dich.
Allein an Bord
PLB an der Weste. Ein MOB-Sender alarmiert nur das eigene Schiff, und auf dem ist niemand mehr.
Langfahrt und Hochsee
EPIRB in der PRO-Ausführung, die selbst aufschwimmt, eine PLB für jeden und ein MOB-Sender an jeder Weste.
Und das Garmin inReach?
Das inReach ist ein Satelliten-Messenger: Du schreibst Nachrichten, teilst deine Position und kannst einen SOS-Notruf absetzen. Der läuft über das Iridium-Netz an die Notrufzentrale von Garmin (Garmin Response), die die Rettung verständigt. Dafür brauchst du ein Abo bei Garmin. EPIRB und PLB senden über das staatliche Cospas-Sarsat, ohne Abo. Viele Segler haben beides: das inReach für Nachrichten und Wetter, EPIRB oder PLB für den Notfall.
EPIRB, PLB und MOB programmieren lassen
Eine EPIRB oder PLB sendet im Notfall eine Kennung. Damit die Rettungsleitstelle weiß, wer du bist, muss das Gerät auf das richtige Land und dein Schiff codiert und registriert sein. Als offizieller Ocean-Signal-Händler programmieren wir deine Geräte bei uns im Haus.
- EPIRB, PLB und AIS-MOB-Sender von Ocean Signal. Geräte anderer Hersteller programmieren wir nicht.
- Bei uns gekauft: Die Programmierung ist im Preis dabei.
- Woanders gekauft: Auch fremd gekaufte Ocean-Signal-Geräte programmieren wir, für 49 € je Gerät.
- Neues Boot, neue MMSI oder neue Flagge: Wir programmieren dein Gerät um, für 49 € je Gerät.
- Versicherter Rückversand in Österreich inklusive.
- Registrierung beim Fernmeldebüro übernehmen wir auf Wunsch für 49 €. Die Gebühr des Fernmeldebüros zahlst du direkt.
49 €
je Gerät für Programmieren oder Umcodieren eines woanders gekauften Ocean-Signal-Geräts, Rückversand in Österreich inklusive.
Bei Kauf in unserem Shop: inklusive.
So läuft es bei der EPIRB ab
1 · MMSI beantragen
Du beantragst beim Fernmeldebüro die Bewilligung für die Funkstelle deines Schiffs und bekommst die MMSI. Das geht online, kann aber etwas dauern: Plane genug Zeit vor dem Törn ein. Oder wir erledigen das für dich.
2 · Daten schicken
Du schickst uns MMSI, Schiffsname und Rufzeichen per Mail an [email protected].
3 · Programmieren und zuschicken
Wir programmieren deine EPIRB, das geht schnell, und schicken sie dir zu. Ein woanders gekauftes Gerät schickst du vorher an uns: Seefunkschule Adlmanninger, Tagwerkerstraße 4, 4813 Altmünster.
PLB: Du registrierst sie entweder beim Fernmeldebüro oder im britischen Register (UK Beacon Registry), beides geht. Beim Kauf sagen wir dir, wie es läuft.
AIS-MOB: Der MOB2 braucht keine Registrierung wie EPIRB oder PLB. Wir tragen die MMSI deines Schiffs für den DSC-Alarm ein. Vor einem Chartertörn stellst du sie selbst per Handy-App um.
Häufige Fragen zu Seenotsendern
Beide senden über das Satellitensystem Cospas-Sarsat an die Rettungsleitstelle. Die EPIRB gehört zum Schiff und ist auf das Schiff registriert, sie löst je nach Ausführung auch von selbst aus und sendet mindestens 48 Stunden. Die PLB gehört zu einer Person, wird von Hand ausgelöst und sendet mindestens 24 Stunden.
Die PLB alarmiert über Satellit die Rettungsleitstelle, weltweit. Der AIS-MOB-Sender alarmiert das eigene Schiff und Schiffe in der Nähe, über AIS am Plotter und DSC am Funkgerät, und schaltet sich in der Automatikweste von selbst ein. Für Mann über Bord ist der MOB-Sender meist die schnellere Hilfe, für den Notfall allein auf See die PLB.
Nein. Cospas-Sarsat ist staatlich finanziert, es gibt kein Abo und keine Gebühr.
Für EPIRB, PLB und MOB2 nicht. Für das UKW-Funkgerät an Bord, auf dem der DSC-Alarm des MOB2 ankommt, brauchst du ihn schon: das SRC, unser Funkkurs.
Laut Ocean Signal: EPIRB 10 Jahre, PLB1 7 Jahre, PLB3 und MOB2 5 Jahre.
Der DSC-Teil unterliegt den Regeln des jeweiligen Landes, darauf weist auch Ocean Signal hin.
Ja, wenn sie von Ocean Signal sind: 49 € je Gerät, Rückversand in Österreich inklusive. Geräte anderer Hersteller programmieren wir nicht.
- Wir sind offizieller Ocean-Signal-Händler und Programmierpartner
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